Learn coffee preparation: This is how to make a perfect espresso - Mahlkönig

Espresso Zubereitung: So gelingt Dir dieser garantiert

Für einen guten Espresso musst du immer ins Café? Falsch! Herrlichen Kaffeegenuss gibt es auch im trauten Heim. Der Kaffee vom Lieblingsbarista mag zwar schwer zu toppen sein, doch Herausforderungen gehören nun einmal zum Leben dazu. Mit den richtigen Gadgets und Tipps darfst du dich schon bald über ein intensives und vollmundiges Geschmackserlebnis freuen. Wir zeigen dir, wie selbst weniger geübten Home-Baristas der perfekte Espresso gelingt.

Wissenswertes über den Espresso

Bevor wir dir erklären, wie du in nur wenigen Schritten einen herrlichen Espresso-Kaffee mithilfe einer Siebträgermaschine zubereitest, haben wir noch ein paar wissenswerte Fakten über den italienischen Klassiker. Als Home-Barista schadet es nie, wenn man neben einem vollmundigen Kaffeegetränk auch noch mit ein paar zusätzlichen Infos punkten kann.

Beim Espresso handelt es sich um ein sehr bekanntes und weit verbreitetes Heissgetränk mit Wurzeln in Bella Italia. Bei der Zubereitung wird – vereinfacht gesagt – heisses Wasser mit hohem Druck durch sehr fein gemahlenes Kaffeemehl, welches aus gerösteten Kaffeebohnen gewonnen wird, gepresst. Dabei entsteht ein Kaffee mit hoher Konzentration und, sofern alles geklappt hat, eine schöne Crema. Also eine haselnussbraune, dichte, aber dünne Schaumschicht.

Vor allem in Südeuropa erfreut sich der Espresso grosser Beliebtheit. So stellt er natürlich in Italien, aber darüber hinaus ebenfalls in Frankreich, Spanien und Portugal die häufigste Zubereitungsart dar.

Welche Kaffeebohnen eignen sich für Espresso?

Für hervorragenden Espresso haben qualitativ hochwertige Kaffeebohnen oberste Priorität. Denn ohne sie bringt das beste Know-how und die teuerste Gerätschaft nichts. Grundsätzlich eignen sich für Espresso sowohl Arabica- als auch Robustabohnen. Während Arabica je nach Röstung auch für andere Kaffeesorten angewendet werden kann, kommt Robusta ausschliesslich für die Zubereitung von Espresso in Frage.

Die Unterschiede zwischen Arabica und Robusta im Überblick:

Koffein

Die Robustabohne beinhaltet in etwa doppelt so viel Koffein wie die Arabicabohne. Der Grund dafür ist in der unterschiedlichen Anbauweise zu finden. Die Robustabohne wird nämlich in tieferen Höhenlagen angebaut. Dadurch ist sie nicht nur widerstandsfähiger was Wind und Temperaturen betrifft. Der niedrigere Anbau bringt ausserdem mehr Schädlinge mit sich. Hier wirkt mehr Koffein als natürlicher Schutz.

Aussehen

Arabicabohnen erkennst du an ihrer länglichen Form mit geschwungenem Einschnitt. Im Gegensatz dazu sind Robustabohnen rundlicher und kleiner und weisen eine gerade Einkerbung in der Mitte auf.

Geschmack

Auch geschmacklich unterscheiden sich die beiden Sorten voneinander. Besonders gut erkennen lässt sich das, wenn du zu einem Single Origin von einer einzigen Sorte Kaffee greifst.

Der Arabica besticht durch seine vielfältigen Aromen. So kann dieser je nach Sorte und Röstung von fruchtig-süss über nussig-schokoladig bis hin zu würzig schmecken. Bei der intensiven Röstung kommen allerdings hauptsächlich die Röst- und Schokoladenaromen zum Vorschein. Wer den Geschmack mag, sollte hier deshalb eher schokoladigere Sorten wählen.

Beim Robusta liegt der Fokus auf besonders intensivem, vollmundigem Geschmack. Die Sorte an sich wird häufig als weniger aromatisch verrufen. Da die starke Röstung jedoch ohnehin dafür sorgt, dass ganz leichte fruchtige Aromen verschwinden, ist dieser Minuspunkt hier fehl am Platz. Der Geschmack tendiert eher zu einer bittereren, manchmal holzigeren Note. Einen bedeutenden Vorteil bringt die geringe Menge an Kaffeeölen im Robusta: Dadurch entsteht eine wunderschöne Crema.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den perfekten Espresso

Jetzt, da du dein Wissen über die Welt des Kaffees erweitert hast, wird es Zeit für den eigentlichen Spass: die Zubereitung. Ob du dein Können lediglich verbessern möchtest oder zu den kompletten Heim-Barista-Neulingen gehörst, mit dieser Anleitung findet jeder und jede den Weg zum optimalen Espressogenuss.

Schritt 1: Maschine und Tasse vorheizen

Der erste Schritt erscheint recht logisch: Die Espressomaschine mit Siebträger muss zuallererst eingeschalten werden. Nur so kann sich diese aufheizen. Je nach Modell dauert das für gewöhnlich 5 bis 20 Minuten. Achte darauf, den Siebträger währenddessen unbedingt einzuspannen!

Da kalte Tassen den Espresso schneller auskühlen lassen, empfiehlt es sich für ein rundes Geschmackserlebnis die Tassen vorzuwärmen. Das lässt sich am einfachsten unter heißem Wasser machen. Manche Siebträgermaschinen verfügen sogar über einen Tassenwärmer. Dort können die Tassen abgestellt und erwärmt werden.

Schritt 2: Kaffee frisch mahlen

Deine eigene elektrische Kaffeemühle für die frische Vermahlung direkt vor der Zubereitung einzusetzen, kann deinen Espresso zum höchsten Geschmackserlebnis machen. Falls du aber noch keine eigene Mühle besitzt, steht alternativ in vielen Supermärkten eine Kaffeemühle für Kundinnen und Kunden zur Verfügung. Allerdings verliert der Kaffee nach dem Mahlen mit der Zeit an Aromen und Geschmack. Frisch gemahlener Kaffee schmeckt vollmundiger, intensiver und schafft eine bessere Crema. Daher sollte zwischen dem Mahlvorgang und der Zubereitung des Kaffees nicht allzu viel Zeit vergehen.

Was die Menge betrifft, reichen für einen einfachen „Single Shot“ Espresso etwa 11 Gramm Kaffee. Für einen „Double Shot“ Espresso solltest du zwischen 18,5 und 21 Gramm verwenden. Bezüglich des Mahlgrads gilt: Angestrebt wird eine feine Konsistenz irgendwo zwischen Mehl und Salz.

Schritt 3: Kaffee andrücken

Bei der Kaffee-Zubereitung mit Siebträger ist das Festdrücken des Kaffees, das sogenannte Tampen, ein besonders entscheidender Schritt. Wichtig ist in erster Linie, dass der Siebträger frei von eventuellen Resten von Kaffee-Ölen ist. Diese würden sich negativ auf das Aroma auswirken.

Nimm das Sieb aus der Maschine und gib die benötigte Menge an Kaffeepulver hinein. Nun darfst du dieses ein einziges Mal gut und so gleichmäßig wie möglich festdrücken. Achtung: mehrmaliges Drücken verändert die Extraktionszeit! Sei dabei nicht zu zimperlich. Beim Festdrücken darf ein Gewicht von 15-20 Kilogramm verwendet werden. So viel Kraft benötigst du beispielsweise beim Kneten eines Mürbteiges.

Schritt 4: Wasser ablassen

Um sicherzustellen, dass kein alter Kaffee den Geschmack deines perfekten Espressos zerstört, solltest du im Vorhinein das Wasser aus der Brühgruppe ablassen. Dieser Vorgang nennt sich Flushen. Bei 2-Kreis-Siebträgermaschinen verbrennt der Kaffee, wenn das heisse Wasser nicht zuerst aus dem Wärmetauscher entfernt wird.

Schritt 5: Extrahieren

Wenn das erledigt ist, wird der Siebträger eingespannt und die vorgewärmte Tasse bereitgestellt. Denn jetzt geht es an die Extraktion. Die ideale Extraktionszeit stellt ein breit diskutiertes Thema unter Kaffeeliebhabern dar.

Wir empfehlen eine Dauer von 27 Sekunden für eine Tasse Espresso mit 27 ml. Starte den Vorgang an der Maschine und zähle die Sekunden. Jetzt kommt der Moment der Wahrheit. Jetzt zeigt sich, ob du alles richtig gemacht hast und sowohl die Menge als auch der Mahlgrad und der Druck beim Tampen korrekt gewählt wurden.

Der Espresso ist die Basis zahlreicher Kaffeegetränke. Bildquelle: https://rauwolf-coffee.at/kaffeespezialitaeten/

Während der Extraktion lässt sich bereits erkennen, ob es in die richtige Richtung geht. Fließt der Kaffee in einem dicken Strahl, bedeutet das, dass der Kaffee entweder zu grob gemahlen oder zu wenig davon verwendet wurde. Tropft er nur langsam hervor, ist das Gegenteil der Fall und der Kaffee wurde entweder zu fein gemahlen oder zu großzügig verwendet. Im Idealfall fliesst der Espresso cremig und gleichmässig in einem dünnen Strahl in die Tasse.


Wenn du hier angelangt bist, hast du einiges zum Thema Kaffee und noch mehr zum Klassiker Espresso dazu gelernt. Gelingt der perfekte Espresso nicht beim ersten Mal, solltest du nicht gleich das Handtuch werfen. Aus Fehlern lernt man und mit jedem Versuch kommst du einen Schritt näher zu deinem Traumkaffee. Wir wünschen viel Freude beim Ausprobieren zuhause und einen hervorragenden Kaffeegenuss!

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Wir bedanken uns herzlich bei der Kaffeerösterei Rauwolf für diesen Gast-Blogartikel!


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